Schädlinge erkennen: Kammerjäger Rheingau
Diese Seite ordnet zehn Schädlingsarten vor der Behandlung ein. Sie zeigt Erkennungsmerkmale, Saison und rechtliche Besonderheiten. Die eigentliche Behandlung steht auf der jeweiligen Themenseite.
- Zehn Arten im Überblick
- Erkennungsmerkmale statt Behandlung
- Gebiet: Rheingau-Taunus-Kreis

- 15 GemeindenDer ganze Rheingau-Taunus-Kreis, aufgeteilt nach Bezugsort.
- Keller und FachwerkBruchsteinkeller und Weinbaubetriebe sind bekanntes Terrain.
- NaturschutzbehördeBei Wespen und Hornissen wird sie einbezogen.
- Vorbeugung dabeiWas den nächsten Befall verhindert, wird mitbesprochen.
Zuerst die Art, dann das Verfahren
Die Art entscheidet über das weitere Vorgehen. Ein Wespennest verlangt andere Schritte als ein Mäusebefall. Deshalb steht die Bestimmung am Anfang jedes Anrufs. Erst danach folgt die Einschätzung vor Ort.
Manche Arten sind geschützt, andere unterliegen dem Jagdrecht. Bei Hornissen braucht es eine Genehmigung, bei Ratten nicht. Diese Unterschiede ändern Zeitplan und Ablauf. Wer die Art kennt, spart beim Anruf Zeit.
Die 10 Arten von A bis Z
- AmeisenLaufwege in gerader Linie zur Nahrungsquelle, dazu kleine Erdhügel an Fugen und TerrassenplattenApril bis September
- BettwanzenKleine Blutflecken auf dem Laken, dazu ein süßlicher Geruch im Bettrahmenganzjährig
- HolzschädlingeFeines Bohrmehl unter Holzbalken, dazu klopfende Geräusche und Ausfluglöcher im Holzganzjährig
- VorratsschädlingeGespinste in Mehl und Nudeln, dazu kleine Käfer oder Motten in Küchenschränkenganzjährig
- MarderPoltergeräusche im Dachboden nachts, dazu ein strenger Geruch und zerbissene Isolierungenganzjährig, Spitze im Frühjahrgeschützt
- Ratten & MäuseNagespuren an Kabeln und Verpackungen, dazu kleine dunkle Kotspuren entlang der Laufwegeganzjährig, Spitze im Herbst
- SchabenNachtaktive Tiere, die bei Lichteinfall in Ritzen flüchten, dazu ein muffiger Geruch in Küchenganzjährig
- Silberfische & PapierfischchenSilbrig schimmernde Tiere in Bad und Keller, dazu Fraßspuren an Tapeten und Buchrückenganzjährig
- WaschbärenGrößere Trittspuren mit fünf Zehen, dazu aufgerissene Mülltonnen und Lärm im Dachraumganzjähriggeschützt
- Wespen & HornissenEin sichtbares Nest unter dem Dach oder an der Fassade, dazu auffälliges Fluggeschehen am EinfluglochMai bis Oktobergeschützt
Tauben behandeln wir nicht. Saisonangaben sind Erfahrungswerte für Rheingau-Taunus-Kreis.
Wann welche Art auffällt
Manche Arten zeigen sich nur in wärmeren Monaten, andere das ganze Jahr. Das beeinflusst, wann ein Anruf sinnvoll ist.
- FrühjahrMarder suchen Nistplätze im Dachboden. Waschbären werden aktiver. Erste Ameisenstraßen zeigen sich an warmen Tagen.
- SommerWespen und Hornissen bauen Nester und sind bis Oktober aktiv. Ameisen erreichen ihren Höhepunkt in den warmen Monaten.
- HerbstNagetiere suchen Winterquartiere in Gebäuden. Die Rattenmeldungen erreichen im Herbst ihre Spitze im Jahr.
- WinterBettwanzen, Schaben, Silberfische und Vorratsschädlinge bleiben ganzjährig aktiv, unabhängig von der Außentemperatur.
Recht und Zuständigkeit
Hornissen und Wildbienen stehen unter Artenschutz. Ein Nest darf nur mit Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde entfernt werden. Marder und Waschbären unterliegen dem Jagdrecht: vergrämen und Zugänge schließen ist erlaubt, töten nicht. Fledermäuse im Gebäude sind ebenfalls streng geschützt.
Bei Mietwohnungen liegt die Zuständigkeit meist beim Vermieter. Der Mieter muss den Befall unverzüglich melden und die Behandlung dulden. An geschütztem Fachwerk ist vor einer Holzschutzbehandlung die Untere Denkmalschutzbehörde einzubeziehen. Rattenbefall auf privatem Grund meldet man dem Ordnungsamt, die Bekämpfung bleibt aber Sache des Eigentümers.
Art unklar? Am Telefon geklärt.
Beschreiben Sie, was Sie sehen — Spuren, Geräusche, Ort im Haus. Danach steht fest, welche Behandlung überhaupt in Frage kommt.
Was alle Arten gemeinsam haben
Trotz aller Unterschiede folgt jeder Fall einem ähnlichen Ablauf. Der Anruf klärt die Art, der Rest ergibt sich daraus.
- Anruf zuerstJeder Fall beginnt mit einer Schilderung am Telefon. Daraus ergibt sich die erste Einschätzung.
- Fachkraft vor OrtNach der Einschätzung kommt eine Fachkraft. Sie prüft die Lage direkt am Gebäude.
- Diskrete AnfahrtFahrzeuge und Kleidung tragen keine Beschriftung. Nachbarn erfahren nichts vom Anlass.
- Rechtliche PrüfungGeschützte Arten und Zuständigkeiten werden vor der Behandlung geklärt, nicht danach.
Häufige Fragen zu den Arten
Welche Art wird nicht behandelt?
Tauben gehören nicht zum Leistungsumfang. Für alle zehn genannten Arten kann ein Termin vereinbart werden.
Darf ich ein Wespennest selbst entfernen?
Hornissen und Wildbienen stehen unter Artenschutz. Ohne Ausnahmegenehmigung der Unteren Naturschutzbehörde ist die Entfernung nicht erlaubt.
Wer zahlt bei Befall in der Mietwohnung?
In der Regel ist der Vermieter zuständig. Der Mieter muss den Befall unverzüglich anzeigen und die Behandlung im Haus dulden.
Wie erkenne ich Marder statt Waschbär?
Marder verursachen nächtliche Poltergeräusche und strengen Geruch. Waschbären hinterlassen größere Trittspuren und reißen Mülltonnen auf.
Ist die Anfahrt erkennbar?
Fahrzeuge und Kleidung sind nicht beschriftet. Der Anlass des Besuchs bleibt für Nachbarn unsichtbar.
Anfrage aufnehmen
Wir rufen zurück und klären die Lage. Welcher Betrieb den Termin übernimmt, sagen wir Ihnen dabei und bestätigen es schriftlich.